| révolutionnaires! il n’y a pas de révolution | ![]() |
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THE POSSIBILITY OF A POST MORTEM DISCOURSE Beide haben mich (gelockt). Paul Thek und The Tomb – the Death of a Hippie. Der tote Hippie hat mich als Zitat zum Zitieren gelockt, als Zitat eines Toten und als Zitat einer Umbruchsituation, eines Umbruchs, während dem nicht nur ein Wandel, sondern die eigene Auflösung angestrebt wurde. 1967 wurde die Installation des toten Hippies erstmals im Whitney Museum of American Art gezeigt. Zur gleichen Zeit verkündeten in San Francisco die Hippies offiziell ihr Ende, um die politischere und radikalere Yippie-Bewegung mit einem Manifest ins Leben zu rufen. Es stellt sich, ausgenommen von diesen (avantgardistischen) Konstruktionen von Tod und Leben, in dem Kontext die Frage, ob greifbare, reale Brüche und Zäsuren in der Geschichte überhaupt existieren. Hat sich 1967/68 ein Bruch ereignet und war dieser der Beginn einer Bewegung? Und wenn ja – wie lassen sich diese Brüche noch forcieren? “ GRADUALLY BUT DETERMINEDLY AVOID BEING PRESENT AT ANY OFFICIAL OR PUBLIC ‘UPTOWN’ FUNCTIONS OR GATHERINGS RELATED TO THE ‘ART WORLD’ IN ORDER TO PURSUE INVESTIGATION OF TOTAL PERSONAL AND PUBLIC REVOLUTION.” (General Strike Piece by Lee Lozano, 1969) Eine sagte: 1968 – das war nur der Anfang. Eine andere sagte: 1968 war der letzte Versuch einer politischen Revolution, dass dieser Versuch scheiterte und dass nur noch in den Werbeabteilungen der großen Firmen die eigene Negation vermarktet wird, und dass genau wir deren Kinder sind: die von Marx und Coca-Cola. Geschichte »scheitert« im Kreis; aber potenziell sind manche Ereignisse durch Diagonalen verknüpft. WIE SEIT 4000 JAHREN DIE POLITIK ALL UNSERE REVOLUTIONEN VERHINDERT. Im Widerstand gegen eine Politik, zwecks einer anderen Politik, las ich, in einem Essay der neunziger Jahre, dass das Politische ausgebildet wurde, um die Permanenz von Zeit und Sein zu durchbrechen, und dass es wichtig sei, die Differenz zwischen dem Subjektiven und dem Politischen aufrechtzuerhalten. Innen tot, lebe ich, und spreche mit dem Mund eines Toten. Im Namen eines Freundes oder im Namen eines Namens? Freunde kommen und besuchen (das Grab). Eine Geste der Kommunikation zwischen Einzelnen – (zunächst) jenseits von Rezipient/innen. Wie eine Kette von bereits zitierten Zitaten: von einem Freund von einem Freund von einem Freund. Damit diese Kette entsteht, habe ich andere Freunde (Wessen Freunde?) eingeladen: Carissa Rodriguez, mit mir die Kleidung für die Puppe auszuwählen, John Kelsey, mit mir gemeinsam den Text für dead body music zu schreiben, Tara de Long a.k.a. TJ Free, den Text zu rappen und zusammen mit DJ Franz die Musik zu produzieren. Jemand hat Pictures On The Run (dt. Hänsel und Gretel, herausgegeben von dem ehemaligen RAF Mitglied Astrid Proll) fotokopiert und die Blätter in der Installation verstreut. Das Buch dokumentiert. Neben den bekannten Polizeifotos, dokumentiert es den Alltag des Freundeskreises von Astrid und Thorwald Proll, Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Manfred Grasshoff und anderen.
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THE
POSSIBILITY OF A POST MORTEM DISCOURSE Materials: |
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music by Tara Delong and DJ Franz text by Elke Marhöfer and John Kelsey
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Open Studios,
Whitney Museum Independent Study Program, New York City 2002 |
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| concert: olaf hochherz | ![]() |